Grundlagen des ARIM® RiskFinancing

Band 3 - auf einen Blick

  • Risk Financing (RF) ist das optimale Zusammenspiel aus Rechnungswesen/Controlling (Geldreserven zur Schadenfinanzierung), Rechtswesen, Finanzwesen (Aktivierung der Instrumente aus dem RC im Verlust/Schadenfall) und Versicherungswesen (Aktivierung der Verträge aus dem RC im Verlust/Schadenfall).
  • RF sind postdispositive Massnahmen. (Massnahmen nach Eintritt des unerwünschten Zustandes (Schadens))
  • RF umfasst alle Umstände/Belange bei Negativeinflüssen, die mit der wirtschaftlichen Existenzsicherung im Zusammenhang stehen. (Alle anderen Belange gehören ins „Strategic Management“)
  • Korrekter Umgang mit Finanzpartner, Berater, Makler, Versicherungen
  • Aufbau, Funktionen und Merkmale der Abteilungen von Versicherungsorganisationen
  • Aufbau und Inhalt von Versicherungsverträgen (national und international) Massengeschäft, Standardpolicen
  • Wechselwirkung Versicherungsdeckung – Policen-Bedingungen und Folgen daraus
  • Aufbau individueller VersicherungsProgramme
  • Internationale Programme
  • Rückversicherung
  • Bedeutung, Wechselwirkung; Captive-Unternehmensfinanzen-Rechnungswesen


Der Titel dieses Buchs, «Grundlagen des RiskFinancing», reflektiert unser Ziel. Sie werden hier lernen effizient, effektiv und Ziel orientiert mit Wissenschaftlern, Rechtsanwälten,
Finanzfachleuten, Politikern und natürlich Ihren Vorgesetzten, sowie Kolleginnen und Kollegen zu kommunizieren. Sie werden zum Risk Manager, der es versteht, mit den Risiken, für das Unternehmen Geld zu verdienen, respektive mit diesen Risiken am kostengünstigsten umzugehen.
In Band 3 werden wir auf die finanziellen Aspekte des Risk Managements eingehen
und dabei lernen, wie wir einerseits die Kosten in den Griff bekommen und anderseits welche Finanzierungsmöglichkeiten für unser Risk Management existieren.

Dazu werden wir uns in den folgenden Disziplinen bewegen:

1. Finanzwesen
2. Versicherungswesen
3. Rechnungswesen

Diese Reihenfolge entspricht dem logischen Aufbau der Abklärungen der unternehmerischen
Finanzkraft. Als erstes wollen wir wissen, wie hoch unsere Verpflichtungen, Guthaben, Erträge und der Cash Flow sind. Daraus leiten wir die Kapitalstärke unseres Unternehmens ab. Diese Kapitalkraft definiert unsere Bonität (Kreditwürdigkeit) gegenüber externen
Finanzpartnern. In Zusammenarbeit mit den Finanzpartnern entwickeln wir vertragliche
Finanzkonzepte, welche den Liquiditätsbedarf im Notfall sicherstellen.

Nachdem wir alle Möglichkeiten aus dem Rechnungs- und Finanzwesen ausgeschöpft haben, verbleibt ein definierter Bedarf an zu finanzierenden Restrisiken. Der Restbedarf an Risiken ergibt unseren Versicherungsbedarf, welchen wir im Versicherungswesen abdecken.
Diese Tätigkeiten sind in dem uns bestens bekannten Aufbau des RM-Projektes bereits
gegliedert und strukturiert. Wir können also auch hier methodisch von Phase I bis V in den
jeweiligen Phasenzyklen die besten Finanzierungsmöglichkeiten erarbeiten.

Nachdem Sie nun hinter die Kulissen sehen und das machtvolle Zusammenspiel von Risk Controlling und Risk Financing erkannt haben, teilen Sie sicher meine Auffassung, dass Risk Management im Sinne des Wortes eine Kunst ist, welche „geschickt“ präsentiert „mystische“ Züge annimmt und so manchen Zeitgenossen mit offen staunendem Munde zurück lässt.

Man darf Sie nie auf dem linken Bein erwischen und Ihre Konkurrenz muss nicht nur sehr früh aufstehen, um Sie zu schlagen (dann wurden Sie bereits geschlagen, da Sie noch schlafen, wissen Sie es bloss noch nicht), nein, sie darf sich erst gar nicht schlafen legen! (Sie erinnern sich? Friss oder stirb!)

Bei ARIM® würden wir uns lieber etwas mehr Delphine und etwas weniger Haie im Risk Management wünschen, denn der Hai flieht nach dem ersten Delphinangriff (Problem) in blinder Überlebenspanik und aus Angst vor Verletzung. Der Delphin seinerseits lebt in Frieden in seinem sozialen Netz, es sei denn…..

Wir sind die Delphine im Haifischbecken, mutiger, schneller und stärker, bei sonnigem Gemüt und hoher Kompetenz.

Für Ihre Zukunft als Dipl. Risk Manager ARIM ® -ARM ® wünscht Ihnen Ihre Academy of Risk and Insurance Management, ARIM ®, alles Gute und viel Erfolg.

Semesterprüfungen
Aufgrund der über 450 Fragen haben Sie ein breites Spektrum an Übungen und können sich auch gleich ein Bild über die Bedeutung einzelner Aspekte machen.

Ihre „interne“ Semesterprüfungen
Bitte geben Sie das Buch einer unbeteiligten Person, welche Ihnen mindestens 150 Fragen kreuz und quer aus dem Fragekatalog (über 450 Fragen) herauspicken soll. So erhalten Sie mindestens 3 Semesterprüfungen. (…und weg ist der frühere Vorteil, Antworten in den Folgefragen abzuholen.)

Kapitelprüfungen
Idealerweise gehen Sie hin, nachdem Sie etwas trainiert haben, und verändern die Prüfungsfragen in ihren Rahmenbedingungen (nicht im Inhalt) und beobachten, wie die Ergebnisse und Antworten zu leben beginnen. Im Umgang mit Geld ist die Rechnerei ein unverzichtbares Instrument, da führt kein Weg daran vorbei. Selbst wenn Ihnen Mathematiker zur Verfügung stehen, Erkenntnis und Verständnis, sowie eine minimale Routine ist ein Muss, falls Sie den Ausführungen solcher Experten folgen wollen!

Lernen Sie die wenigen Formeln des 3. Bandes wirklich auswendig, halten Sie sich Kapitel 6 aus Band 1 immer vor Augen und wiederholen Sie diese regelmässig für die Dauer Ihrer Erwerbstätigkeit, das heisst, bis Sie in Rente gehen!

Zur Übersicht von Band 3 wollen Sie bitte nachstehendes Inhaltsverzeichnis betrachten.

INHALTSVERZEICHNIS

8 RISK FINANCING (RF) 7
8.1 Risk Financing im Überblick 7
8.1.1 Zusammenfassung Kapitel 8.1 9
8.1.2 Konzeptstrukturen 13
8.1.3 Die Geldquellen 16
8.1.3.1 Das Cash Management (CM) 17
8.1.3.1.1 Der Over Cash (Geldüberschuss) 17
8.1.3.1.2 Der Liquiditätsüberschuss 18
8.1.3.1.3 Der Wechsel 18
8.1.3.2 Die Kostensenkung 20
8.1.3.2.1 Die Risikokosten 20
8.1.3.3 Die Gemeinkostenumlage 22
8.1.3.4 Das Risk Management Budget 22
8.1.4 Die Finanzinstrumente 24
8.1.4.1 Das Bankwesen 24
8.1.4.1.1 Die Bankaktivitäten 25
8.1.4.1.1.1 Fremdkapital und Konjunkturzyklus 25
8.1.4.1.1.1.1 Aufschwung / Hochkonjunktur 26
8.1.4.1.1.1.2 Rezession / Depression 27
8.1.4.1.1.2 Die Zinsoptimierung 27
8.1.4.1.1.3 Die Bankfinanzierung 27
8.1.4.2 Das Versicherungswesen 28
8.1.4.2.1 Die Versicherungskriterien 30
8.1.4.2.1.1 Versicherungsdefinition nach Manes 30
8.1.4.2.1.2 Die Gegenseitigkeit 30
8.1.4.2.1.3 Der Bedarf 30
8.1.4.2.1.4 Die Zufälligkeit 30
8.1.4.2.1.5 Die Schätzbarkeit 31
8.1.4.2.1.6 Der Risikoträger 31
8.1.4.2.1.7 Das Risikoinstrument (Versicherungspolice) 31
8.1.4.2.1.8 Die Versicherungssparten 33
8.1.4.3 Das Rechnungswesen 35
8.2 Übungsblock zu Kapitel 8.1 36
8.3 Risk Management Partner und Berater 40
8.3.1 Zusammenfassung 41
8.3.2 Der Risk Manager 42
8.3.3 Die Beraterhaftung 44
8.3.4 Der Makler 45
8.3.5 Der Mehrfachagent / Ausschliesslichkeitsagent 50
8.3.5.1 Der Mehrfachagent 50
8.3.5.2 Der Ausschliesslichkeitsagent 51
8.3.5.3 Der Underwriter 52
8.3.6 Der Allfinanzberater 54
8.3.7 Die Gesellschafts- und Vertriebsformen 55
8.3.7.1 Die Versicherungsgesellschaft 55
8.3.7.2 Die Einzelfirma 56
8.3.7.3 Die Personengesellschaft 56
8.3.7.4 Die Finanzgesellschaft 56
8.3.7.5 Der Direktvertrieb und eigener Aussendienst 57
8.3.7.6 Der Vermittlungsvertrieb 57
8.3.7.7 Makler-Pools 57
8.3.7.8 Der Strukturvertrieb 58
8.3.8 Allgemeines Verhandlungsverhalten 58
8.4 Übungsblock zu Kapitel 8.3 60

8.5 Versicherungsgrundlagen 61
8.5.1 Zusammenfassung zu Kapitel 8.3 61
8.5.2 Die Elemente der Versicherung 70
8.5.3 Voraussetzungen der Versicherung 71
8.5.3.1 Risiko aus Sicht des Versicherers 71
8.5.3.2 Die Versicherungsorganisation 71
8.5.3.3 Der Grundsatz von „Treu und Glauben“ 71
8.5.3.4 Voraussetzungen zum Versicherungsbetrieb 72
8.5.4 Die Versicherungsfinanzierungsformen 72
8.5.4.1 Das Umlageverfahren (UV) 72
8.5.4.1.1 Das direkte Umlageverfahren (UV) 72
8.5.4.1.1.1 Die Prämienberechnung beim direkten UV 73
8.5.4.1.2 Das indirekte UV 73
8.5.4.1.2.1 Die Prämienberechnung beim indirekten UV 74
8.5.4.2 Das Bedarfsdeckungsverfahren 74
8.5.4.2.1 Prämienberechnung beim Bedarfsdeckungsverfahren (BDV) 75
8.5.4.3 Das Kapitaldeckugsverfahren 76
8.5.4.3.1 Prämienberechnung beim Kapitaldeckungsverfahren 77
8.5.4.3.1.1 Durchschnittsprämie 77
8.5.4.3.1.2 Individualprämienverfahren 78
8.5.5 Die Risikokosten = Prämien 79
8.5.6 Die Versicherungsabteilungen 81
8.5.6.1 Das Management 81
8.5.6.2 Die Betriebsabteilungen 81
8.5.6.3 Der Kundendienst 83
8.5.6.4 Die Aussenorganisation 84
8.5.6.5 Der Aussendienst 84
8.5.6.6 Die Rechtsabteilung 86
8.5.6.7 Die Schadenabteilung 87
8.5.6.7.1 Der Schadenaussendienst 89
8.5.6.8 Die Werbeabteilung 91
8.5.6.9 Das Rechnungswesen 91
8.5.6.10 Die Finanzabteilung 92
8.5.6.11 Die Personalabteilung 92
8.5.6.11.1 Die Personalrekrutierung 92
8.5.6.11.1.1 Die Normalanstellung 93
8.5.6.11.1.2 Das Personal Assessment (PA) 94
8.5.6.11.1.3 Die Schnellanstellung 94
8.5.6.11.2 Die Personalplanung 95
8.5.6.12 Das Netzwerk 97
8.5.6.12.1 Das Outgoing Business 99
8.5.6.12.2 Das Incoming Business 100
8.5.6.13 Druckerei und Spedition 101
8.5.6.14 Die Immobilienabteilung 103
8.5.6.15 Die Organisationsabteilung 103
8.5.6.16 Die EDV-Abteilung 104
8.5.6.17 Die Kantine und Rekreation 104
8.5.7 Beurteilung einer Versicherungsgesellschaft 105
8.5.7.1 Die SWOT-Analyse 105
8.5.7.1.1 Die SWOT-Matrix 106
8.5.7.1.2 Die SWOT-Graphik 107
8.5.8 Das deutsche Versicherungsrecht 108
8.5.8.1 Der allgemeine Teil des VVG 114
8.5.8.1.1 Das Antragsmodell (§ 305 ff. BGB) 114
8.5.8.1.2 Das Policenmodell (§ 5a VVG) 115
8.5.8.1.3 Einsprache- und Widerspruchsrecht 115
8.5.8.1.4 Rechtswirkung des Widerspruchsrechts 116
8.5.8.1.5 Vorläufige Deckung 117
8.5.8.1.5.1 Die Ausserkraftsetzung der Deckungszusage 119
8.5.8.1.6 Die Billigungsklausel (§ 5 VVG) 119
8.5.8.1.7 Bindefrist bei Antragstellung 120
8.5.8.1.8 Obliegenheiten im Versicherungsvertrag 122
8.5.8.1.8.1 Gesetzliche Obliegenheiten 122
8.5.8.1.8.1.1 Auswirkungen Schweiz – Deutschland 126
8.5.8.1.8.2 Spezielle Obliegenheiten 129
8.5.8.1.8.2.1 Bewilligungen / Ausbildungen 129
8.5.8.1.8.2.2 Gesundheit 130
8.5.8.1.8.2.3 Obliegenheiten nach dem Versicherungsfall 130
8.5.8.1.8.2.4 Police nach dem Schadenfall 134
8.5.8.2 Das restliche VVG 135
8.5.9 Das Schweizer Versicherungsrecht 144
8.5.9.1 Einteilung des Schweizer VVG 144
8.5.9.1.1 Der allgemeine Teil des VVG § 1-47 145
8.5.9.1.2 Die Schadenversicherung § 48-72 156
8.5.9.1.3 Personenversicherung (Summenversicherung) § 73-96 160
8.5.9.1.4 Zwingende Bestimmungen § 97-99 162
8.5.9.1.5 Schlussbestimmungen § 100-104 162
8.5.10 Recht und Wahrheit 162
8.6 Übungsblock zu Kapitel 8.3 165
9 INTERNATIONALE VERSICHERUNGSPROGRAMME (IP) 170
9.1.1 Zusammenfassung zu Kapitel 9 170
9.1.2 Master Multi Line – Exzess Deckung 172
9.1.3 Master Multi Line – Umbrella Sach- und Haftpflichtdeckung 176
9.1.4 Die IP-Konstruktion 178
9.1.4.1 Die Submission 178
9.1.4.1.1 Phase I, Identifikation, Analyse 178
9.1.4.1.2 Phase II, Identifikation möglicher Techniken 181
9.1.4.1.3 Phase III, Selektion infragekommender Techniken 183
9.1.4.1.4 Phase IV, Implementierung der selektionierten Techniken (Instrumente) 185
9.1.4.1.5 Phase V, Monitoring 187
9.1.4.2 Die Captive – Rückversicherungskonstruktion 187
9.1.5 Eigenheiten im IP-Geschäft 187
9.2 Übungsblock zu Kapitel 9 191
10 DIE SCHADENREGULIERUNG 193
10.1 Zusammenfassung Kapitel 10 194
10.2 Ausgangslage 196
10.2.1 Einfordern und Analyse der internen Schadenberichte 197
10.2.2 Identifizieren aller vorhandenen Versicherungsdeckungen 198
10.2.3 Selektion der in Frage kommenden Versicherungsdeckungen 198
10.2.4 Analyse der Deckungsdefinitionen 199
10.2.5 Die Schadenanzeige 200
10.2.6 Die Entschädigungsverhandlung 202
10.2.6.1 Das Ablehnungsschreiben 202
10.2.6.2 Das Regulierungsschreiben 203
10.2.6.3 Die Entschädigungsvereinbarung 204
10.2.7 Die Schadenzahlung 205
10.3 Übungsblock zu Kapitel 10 207
11 SCHLUSSBEMERKUNG 209
11.1 Stichwortverzeichnis (Index) 210